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Marco Schuchardt

Warum ich mir meine Schul-Software selbst baue

Stundenplan in der einen App, Klassenarbeiten in der zweiten, Hausaufgaben in der dritten, das Berichtsheft in der vierten. Jede für sich in Ordnung, zusammen aber ein System, in dem ich jeden Abend vier Orte prüfen musste, um eine Frage zu beantworten: Was ist als Nächstes fällig?

Ich habe eine Weile nach dem fertigen Werkzeug gesucht, das alles kann. Es gibt keins, jedenfalls keins, das zu einer kaufmännischen Ausbildung mit Berufsschule und Berichtsheft passt. Irgendwann war die Frage nicht mehr „welches Tool nehme ich“, sondern: Wie schwer kann es sein, es selbst zu bauen?

Schwerer als gedacht, ehrlicherweise. Aber genau daran habe ich mehr gelernt als in dem Jahr Informatikstudium davor: an echten Daten, mit echten Konsequenzen, wenn etwas nicht läuft. Heute übernimmt die Anwendung den Stundenplan von selbst, gleicht Termine ab und verschickt das Berichtsheft pünktlich. Inzwischen ist sie für mehrere Personen ausgelegt, mit strikt getrennten Daten. Die zwei Mitschüler, für die das gebaut ist, sind noch nicht eingeladen. Das ist der nächste Schritt.

Das ist der rote Faden hinter allem auf dieser Seite: Ich baue keine Übungsaufgaben. Ich baue Werkzeuge, die ein echtes Problem aus meinem Alltag lösen. Die Notizen hier erzählen, was dabei schiefgeht und was hängen bleibt.

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